Hans Schulze ................................................ Neu gesehen  

Ausstellung I 09. Dezember bis 21. Januar 2012

Hans Schulze (1904-1982) diplomierte 1929 an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau. Zu seinen Lehrern zählten Alexander Kanoldt, Paul Holz, Otto Mueller, Oskar Moll und Konrad von Kardorff. Nach seiner Habilitation an der Pädagogischen Fakultät der TH Dresden erfolgte 1950 die Berufung an die Universität Leipzig. Hans Schulze gründete bereits 1952 das Institut für Kunsterziehung und dozierte weit über seine Emeritierung hinaus an der Universität Leipzig, überwiegend im Fachbereich Kunstwissenschaft und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Zahllose Kunstpädagogen, Künstler und Kunsthistoriker wurden von ihm beeinflusst.

Hans Schulze, einer der bedeutendsten Künstler seiner Generation im mitteldeutschen Raum, ist bislang nur einem ausgewählten Publikum bekannt. Mittels einer reichen Auswahl an Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken sucht die Ausstellung „Neu gesehen“ Schulzes künstlerische Entwicklung chronologisch nachzuzeichnen. Das Werk des Künstlers ist Ausdruck großer geistiger Unabhängigkeit. Bei der direkten Auseinandersetzung mit einzelnen Arbeiten werden zwar Bezüge zur Neuen Sachlichkeit und dem Surrealismus offenbar, trotzdem verschließt es sich in seiner Gesamtheit dem Diktat großer zeitgenössischer Kunstströmungen. Der Künstler fand eine eigenständige Position, die eine Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz nicht scheut und diese mittels einer mythologisch und literarisch inspirierten Formsprache auf die Leinwand übersetzt.

Am Freitag, den 09.12.2011, um 19 Uhr wird die Ausstellung feierlich mit einer Vernissage eröffnet.
 
Es spricht Rainer Behrends, Kunsthistoriker.

Wir möchten herzlich dazu einladen, diesen Anlass gemeinsam mit uns zu feiern.