Liebe Freunde der Galerie, 

hiermit möchten wir nochmals an die morgige 
Eröffnung der Ausstellung "SKULPTUREN" Cornelia Hammans um 19 Uhr erinnern. 

Nach der fulminanten Ausstellungseröffnung Roland Frenzels vor zwei Wochen freuen wir uns, Ihnen morgen Abend die Doppelausstellung in ihrer Gesamtheit präsentieren zu dürfen.
Sie erhalten die Möglichkeit, in angenehmer Gesellschaft und Atmosphäre das spannende Œuvre Cornelia Hammans zu bestaunen und darüber hinaus auch den Hintergründen der leidenschaftlichen Arbeiten im Gespräch mit der Künstlerin auf die Spur zu kommen. 

Neugier, Tatendrang, Eloquenz und das Vorhandensein unbändiger Energie sind nur einige der Eigenschaften, die Hammans zweifelsfrei für sich aber auch für ihre Skulpturen beanspruchen kann. Die spannungsreichen Arbeiten, die zwischen Figuration und Abstraktion changieren, bündeln die Energie ihrer Bewegung und transferieren diese mittels der Beständigkeit des Materials, vorzugsweise Bronze, in zeitlos-flirrende, tänzerisch anmutende Momentaufnahmen.

Zur Ausstellungseröffnung wird Cornelia Hammans im offenen Dialog mit Vincent Welz und allen Besuchern in ihr Œuvre einführen und die Hintergründe Ihrer Skulpturen näher beleuchten. 

Wir möchten Sie herzlich dazu einladen, auch diesen Anlass gemeinsam mit uns zu feiern und einen tollen Abend in spannender Runde mit uns zu verleben.

"Entschluss", Bronze patiniert, H 84 cm, 1998.

   

Anlässlich seines 15. Todestages wollen wir gemeinsam mit Ihnen ein weiteres Mal an einen der ungewöhnlichsten Künstler der jüngeren Leipziger Kunstgeschichte erinnern.

Roland Frenzel, 1938 in Leipzig geboren und 2004 ebendort verstorben, galt als Enfant terrible der Leipziger Kunstszene.

Entgegen der in Leipzig etablierten Maltradition bestachen Frenzels Arbeiten durch seinen intuitiven Duktus unter Verwendung nahezu reiner Farben. Der pastos, scheinbar dahingeworfene Farbauftrag lässt erahnen, welche Energie sich im Moment des Entstehens
entladen haben muss. Ähnlich der Arbeiten Vincent van Goghs, für die Frenzel seit Beginn der 1960er Jahre reges Interesse hegte, lässt sich in der freien Verwendung der Farben eine starke Emotionalität erahnen, die ihn in die Traditionslinie des Expressionismus einreihen lässt. Immer wiederkehrende Sujets führen vor Augen, was den Maler bewegte. Neben strahlenden Landschaften mit charakteristischen taubenförmigen Wolken sind es vor allem Stillleben und Portraits, die trotz oder gerade wegen ihrer Reduktion auf das Wesentliche eine außergewöhnliche, kontrastreiche Spannung und zugleich Harmonie ausstrahlen und damit das Œuvre Frenzels beherrschen.

Die RETROSPEKTIVE folgt dem Anspruch einen Querschnitt durch das umfangreiche Werk des Leipziger Autodidakten darzubieten. Neben bereits gezeigten Malereien dürfen Sie sich auf bisher unbekannte Gemälde und Arbeiten auf Papier freuen.

Zur Vernissage erscheint erstmals ein Ausstellungskatalog.

"o.T. - Landschaft", Öl auf Holz, 40.7 x 57,7 cm, o.J.                                                                              

IN FREMDER NÄHE

11. Juli 2019, 19 Uhr


Lesung: Reinhard Kuhnert
Moderation: Michael Hametner
Fliehend halb und halb vertrieben - 
Ein Autor sucht im Westen seinen Weg