Die Arbeiten der drei Künstler zeichnen sich allesamt durch einen feinsinnigen Blick auf das Alltägliche ihrer unmittelbaren Lebens- und Arbeitsumgebungen aus und verweisen sogleich auf den ästhetischen Wert des Allgegenwärtigen. Sie gewähren uns dadurch vertrauliche Einblicke in ihre persönlichen Welten, sowohl physischer wie auch psychischer Natur. Halten Sie inne und wagen Sie einen Blick!

Wir laden Sie am 27.02.2020, um 19 Uhr, herzlichst ein und freuen uns auf Ihren Besuch!
Es spricht zur Vernissage Dr. Doreen Zerbe, Kunsthistorikerin. 

Ihre Galerie Koenitz

 

Walter Hertzsch

 

Walter Hertzsch (*1932 in Eisenach) studierte Kunstgeschichte, Archäologie in Jena sowie Malerei in Berlin-Weißensee unter Kurt Robbel und Friedrich Stabenau von 1951 bis 1954. Hertzsch war bis 1992 als Lektor im Seemann Verlag/Leipzig für Malerei-Literatur zuständig. Seit 1961 arbeitet er kontinuierlich an seinem künstlerischem Oeuvre.


Hertzsch zeichnet sich durch den besonderen Blick auf das Alltägliche aus. Mit Virtuosität und in formaler Klarheit fängt er Straßenszenen, Interieurs oder einen Lichtfleck auf dem Treppenabsatz ein und verleiht dadurch dem Spiel zwischen Licht und Schatten transzendentalen Charakter.

In Eile                                       Gouache, 1997. 

In der Küche                           Öl/Platte, 1990er

Tür im Licht                              Öl/Platte, 1980er


Volker Kaufmann

 

Volker Kaufmann (*1970 in Erfurt) studierte von 2005 bis 2010 an der HGB in Leipzig unter Sighard Gille und Annette Schröter und setzte sein Studium bis 2014 an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei  Reto Boller und Holger Bunk fort. Er lebt und arbeitet derzeit in Stuttgart und Leipzig.

Kaufmann widmet sich vornehmlich der Darstellung des eigenen Ateliers als Bühne kunsthistorischer Anspielungen und Interpretationen. Ob als Hommage intendiert oder ironisch kontextualisiert, verweisen Kaufmanns Arbeiten gekonnt unter anderem auf Velázquez, Vermeer oder Spitzweg.

Moenchfeld - Campin 2                Öl/ Nessel, 2016/17

 Die Hose des Künstlers in dessen Atelier, nsch Valloton Öl/Nessel, 2017/18

Campin 3                                Öl/Nessel, 2016/17


Hendrik Voerkel

 

Hendrik Voerkel (*1977 in Leipzig) studierte von 2000 bis 2008 an der HGB in Leipzig wie Kaufmann bei Sighard Gille und Annette Schröter. Darüber hinaus absolvierte er Gastsemester in Barcelona und Lyon. Aktuell lebt und arbeitet Voerkel im Rahmen eines Atelierstipendiums in Hamburg. 

Voerkel modernisiert, gar revitalisiert den "WBS 70"-Plattenbau, gibt jedem Segment eine individuelle haptische Struktur, spielt mit fein ausdifferenzierten Lichtvariationen und schafft anziehende Behaglichkeit, wo man doch kühle Rationalität erwartet. Das vermeintlich Unästhetische wird so zum Gegenstand des Ästhetischen und der in Verruf geratene Einheitsbau wird beseelt durch das, was er doch für viele ist - ein trautes Heim.

Karstadt                                  Öl/Leinwand, 2019

Kleine Fassade                      Öl/Leinwand, 2019

4 Fenster                                Öl/Leinwand, 2018