Bernhard Heisig
Wolfgang Mattheuer
Werner Tübke ......................................... Könner unter sich

 Ausstellung I  13. April bis 16. Juni 2012

 Wolfgang Mattheuer 

 

1927  geboren am 7. April in Reichenbach im Vogtland 
1941 - 1944 Lithografenlehre in der Firma Carl Werner. Erste Aquarelle und Druckgrafiken
1944 - 1945 Einberufung zu den Gebirgsjägern nach Salzburg. Kriegseinsatz in der Slowakei, dort verwundet. Lazarettaufenthalt in Prag. Gefangenschaft durch die Rote Armee. Flucht aus der Kriegsgefangenschaft. Heimkehr nach Reichenbach
1946 - 1947 Besuch der Kunstgewerbeschule in Leipzig. Begegnung mit Ursula Neustädt.
1947 - 1951 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (u.a. bei Egon Pruggmayer, Walter Arnold, Elisabeth Voigt)
1951 - 1952 Grafiker bei der Illustrierten Rundschau in Berlin. Mitglied des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands. Heirat mit Ursula Neustädt.
1953 Rückkehr nach Leipzig. Freischaffend als Grafiker. Autodidaktische Weiterbildung in der Malerei.
1953 - 1974 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, 1953-56 Assistent, 1956-65 Dozent, 1965-74 Professur. Die Lehre an der Hochschule wird in Inhalt und Form von Wolfgang Mattheuer wesentlich geprägt. Neben Bernhard Heisig und Werner Tübke ist er ein Hauptvertreter der sogenannten Leipziger Schule.
1958 Die Abrechnung Chruschtschows mit dem Stalinismus auf dem XX. Parteitag der KPdSU veranlasste ihn, in die SED einzutreten.
1967 Mit "Gestrandeter Vogel" und "Fernsehstillleben" wird der Holzschnitt, ab 1979/80 der Linolschnitt, zur bevorzugten druckgrafischen Technik
1968 Kunstpreis der Stadt Leipzig
1971 Beginn der Arbeit an plastischen Werken
1972 Hartmut Koch, Chemnitz, erwirbt aus der 8. Bezirkskunstausstellung Leipzig drei druckgrafische Blätter und legt damit den Grundstock für seine Sammlung des druckgrafischen Gesamtwerkes von Wolfgang Mattheuer.
1973 Kunstpreis der DDR
1974 Niederlegung des Lehramtes an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, seitdem freischaffend in Leipzig und Reichenbach tätig.
1975 Nationalpreis der DDR für Kunst und Literatur
1984 Beginn der Arbeit an der Großplastik "Jahrhundertschritt". Nationalpreis der DDR für Kunst und Literatur.
1985 Ernennung zum Ehrenbürger von Reichenbach/Vogtland. Reisen in die BRD und nach Frankreich.
1988 Austritt aus der SED mit einem veröffentlichten Schreiben.
1989 Aktive Beteiligung an den Montagsdemonstrationen in Leipzig. Veröffentlichungen in der Presse.
1993 Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg. Verleihung des Verdienstkreuzes I. Klasse zum Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
1994 Austritt aus der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg aus Protest gegen Intoleranz
2003 Wahl zum Mitglied der "Freien Akademie der Künste Hamburg"
2004 am 7. April stirbt Wolfgang Mattheuer in Leipzig
Postum Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Leipzig
2006 Ursula Mattheuer-Neustädt gründet die Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung