Wolfgang Peuker: "Las Meninas", Öl auf Leinwand, 180 x 200 cm, 2001.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

werte Freund*innen unserer Galerie,


 

mit der Eröffnung der Ausstellung figurativ. am Donnerstag, den 31. März 2022, ab 18 Uhr präsentieren wir Ihnen 51 Werke von 25 Künstler*innen und erweitern in Anlehnung an die aktuelle Schau des Leipziger Museums der bildenden Künste den bislang bekannten Horizont des Leipziger „Bilderkosmos“.

Über die Gattungen der bildenden Kunst hinweggreifend, versucht die Schau fluide Grenzen und variierende Ausdrucksformen der im Leipziger Kunstschaffen tief verwurzelten Figuration nachzuzeichnen. So reihen sich neben namhaften Vertretern der Leipziger Schule wie Wolfgang Mattheuer, Wolfgang Peuker, Eberhard Löbel, Günter Richter, Kurt Dornis, Hans-Peter    Müller und Günter Firit auch weniger präsente Künstlerpersön-lichkeiten, darunter u.a. Günter Glombitza, Heinz Mäde, Karl-Heinz Schmidt, Siegfried Ratzlaff  und Hanns Rossmanit.        

Unter den herausragenden Stücken findet sich beispielsweise das Gemälde „Unikirche“, welches Hans-Peter Müller unter dem Eindruck der Sprengung der Universitätskirche 1969 schuf und nun erstmalig im Rahmen einer Ausstellung zu sehen ist. Die gescheiterte gesellschaftliche Utopie der DDR wird erlebbar im Druckstock des bekannten Blattes „Ein seltsamer Zwischenfall“ von Wolfgang Mattheuer: Der geflügelte Ikarus liegt zerschmettert auf dem Boden, während eine in einen Reisebus gequetschte Menschenmenge stumm gaffend daran vorbeizieht. Den Alltag im sozialistischen Bruderstaat, aber auch das Ende desselben durch die friedliche Revolution im Herbst 1989, zeigen berührende Photographien von Harald Kirschner, während Christiane Eisler die Subkultur des Punks auf Baryt bannt und Günter Rössler der zeitlosen Ästhetik des Aktes frönt.

Auch die Zeit nach dem Mauerfall wird in der Ausstellung repräsentiert. So wird ebenfalls erstmalig das letzte unvollendete Werk Wolfgang Peukers der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, einer Adaption des berühmten Werkes „Las Meninas“ nach Diego Velázquez, an welchem er bis zu seinem verfrühten Tod im Jahr 2001 arbeitete.    

Beschließen können wir unsere Schau mit Werken zeitgenössischer Künstler. So geben Cornelia Hammans, Henning Schuldt, Hans Morsa und Georg Kleefass einen Ausblick auf die sich immer weiterentwickelnde figurative Kunst in Leipzig und erfüllen uns mit Neugier auf Zukünftiges. 

Wir freuen uns auf eine gemeinsame Erweiterung des Horizontes mit Ihnen und laden Sie zur Eröffnung am 31.03.2022 herzlichst ein.     
 
Ihr Team der Galerie Koenitz



Wolfgang Mattheuer: "Seltsamer Zwischenfall", Druckstock/ Linoleum, 51 x 66 cm, 1980.                       .                                       

Hans-Peter Müller: "Universitätskirche", Öl auf Hartfaser, 122 x 80 cm, 1969.

Hans-Peter Müller: "Stillleben", Öl auf Hartfaser, 29 x 37 cm, 1972.

Georg Kleefaß:        Stillleben mit gestreifter Melone,  Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, 2014.

Anna Tessenow:        Stillleben mit Krug & Birne, 40 x 57 cm, 2001.





  • Günter Richter: Marionette
  • Wolfgang Peuker: Dame mit Einhorn
  • Georg Kleefaß: Stillleben mit gestreifter Melone
  • Annette Schröter: Liegender Akt
  • Kurt Dornis: Denkmal für Platow
  • Axel Krause: Die Ankunft
  • Günter Glombitza: Tanzschülerinnen
  • Eberhard Löbel: "Spuren III"
  • Günter Firit: Großer Leuchter
  • HP Müller: Unikirche
  • HP Müller: Alexandra & ich
  • Andreas Wachter: Mittags im Atelier
  • Peter Schnürpel: Sitzender Akt
  • HP Müller: Stillleben
  • Anna Tesenow: Stillleben mit Krug und Birne
  • Wolfgang Mattheuer: Seltsamer Zwischenfall
  • Günter Rössler: Akt
  • Wolfgang Peuker: "Angelika Wilhelm"
  • Wolfgang Peuker: Las Meninas
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Veranstaltungen

Musikalisches Papiertheater Hyazinth und Rosenblüte aus Novalis Romanfragment „Die Lehrlinge zu Sais“ - Gestaltung: Christina Simon.

   

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Musikalisches Papiertheater 

"Hyazinth und Rosenblüte"

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